Entstehungsgeschichte

Am 28. Juni 1949 beschloss die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberverbände der Papiererzeugungsindustrie erstmals die Satzung der VAP, die in ihren Grundzügen auch heute noch gilt.

Zunächst schlossen sich nur die Verbände in der amerikanischen und britischen Besatzungszone zur VAP zusammen, später kamen die Verbände aus der französischen Besatzungszone hinzu. Seit dem Beitritt des Arbeitgeberverbandes der ostdeutschen Papierfabriken e. V. (AGOP) im Jahre 2002 erstreckt sich das Verbandsgebiet der VAP auf ganz Deutschland.

Arbeitgeberverbände haben eine lange Verbandstradition. Abgesehen von den Zünften und Innungen wurde als erster Arbeitgeberverband im Jahre 1869 der deutsche Buchdruckverein gegründet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren für die meisten Wirtschaftszweige und Arbeitgeberverbände Interessenvertretungen entstanden. Für die Papierindustrie wurde am 19. Juni 1906 in Neustadt der Arbeitgeberverband Deutscher Papier- und Zellstofffabrikanten gegründet.

Im Jahr 1913 wurde die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Vorläuferin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ins Leben gerufen. Anders als die Wirtschaftsverbände, die auf einen im Wesentlichen ununterbrochenen Bestand zurückblicken können, wurden die Arbeitgeberverbände im Jahr 1933 aufgelöst und durften sich nach dem Krieg nur sehr zögerlich wieder formieren. Damals waren es die – bereits früher von den Besatzungsmächten zugelassenen – Gewerkschaften, die sich für die Zulassung auch der Arbeitgeberverbände einsetzten. Denn die vielfältigen sozialpolitischen Aufgaben, die sich nach dem Krieg stellten, waren nur in sozialpartnerschaftlichem Zusammenwirken von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zu bewältigen.

Die Tarifpolitik ist die wichtigste Aufgabe. Darüber hinaus geht es generell um die Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder hinsichtlich der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, etwa um Berufsaus-, fort- und weiterbildung, um Zusammenarbeit mit der zuständigen Berufsgenossenschaft, Behörden und Gewerkschaften.

Die VAP ist dabei ein „Verbände-Verband“, in welchem nicht die einzelnen Unternehmen Mitglied sind, sondern die Landesarbeitgeberverbände der Papierindustrie in Deutschland.

Im Jahre 2009 wurde die Geschäftsstelle der VAP von Bonn nach Gernsbach verlegt.