DIE PAPIERINDUSTRIE e. V.

Geschäftsbereich Tarifpolitik und Bildung

Seit Anfang 2022 vertreten die beiden bisherigen Spitzenverbände der Papier- und Zellstoffindustrie, der Verband Deutscher Papierfabriken e. V. (VDP) und die Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie e. V. (VAP), gemeinsam mit einer Stimme als Verband DIE PAPIERINDUSTRIE e. V. die Interessen ihrer Mitglieder. Der Verband hat seinen Sitz in Berlin und verfügt über zwei weitere Geschäftsstellen in Bonn sowie im Papierzentrum in Gernsbach. 

Im Geschäftsbereich Tarifpolitik und Bildung des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE sind die beiden Bereiche „Tarif- und Sozialpolitik“ sowie „Bildung und Ausbildung / Campus Gernsbach“ zusammengefasst. Der Geschäftsbereich ist auf dem BildungsCampus des Papierzentrums ansässig und ist Teil der dortigen Geschäftsstellengemeinschaft mit unter anderem den Landesverbänden der Papier- und Zellstoffindustrie von Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Förderverein Papierzentrum Gernsbach - FÖP - e. V.

Unsere Aufgabe ist die Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen unserer Mitglieder im Sinne des Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz. Unser Auftrag ist hierzu die Vertretung der Interessen der Papier-Arbeitgeber gegenüber unserem Sozialpartner IGBCE, der Politik und der Öffentlichkeit.

Unser wichtigstes Gebiet ist die Tarifpolitik. Die Unternehmen der Papier- und Zellstoffindustrie bieten den rund 46.000 Beschäftigten unserer Branche attraktive und moderne Arbeitsbedingungen. Die flächendeckend sehr hohe Tarifbindung ist Ausdruck der erfolgreichen Sozialpartnerschaft mit der IGBCE. Der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE ist als sozialpolitische Spitzenorganisation ein „Verbände-Verband“ und koordiniert über den Ausschuss Tarifpolitik und Bildung auf Bundesebene die Tarifpolitik. Tarifvertragspartner der Flächentarifverträge der Papier- und Zellstoffindustrie sind auf der Seite der Papier-Arbeitgeber die sieben Landesarbeitgeberverbände der Branche, die jeweils Mitglied im Verband DIE PAPIERINDUSTRIE sind. Der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE nimmt die Interessen seiner Landesarbeitgeberverbände auf Bundesebene wahr. Er folgt als Arbeitgeberverband der Tradition des am 19. Juni 1906 gegründeten Arbeitgeberverband Deutscher Papier- und Zellstoff-Fabrikanten.

Neben der Tarifpolitik begleitet der Geschäftsbereich gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Confederation of European Paper Industries (Cepi) für die Papier-Arbeitgeber insbesondere alle sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Fragestellungen auf nationaler und europäischer Ebene. Wir nehmen zum Beispiel aktiv am sektoralen sozialen Dialog für die Papierindustrie auf EU-Ebene teil. Zudem arbeiten wir eng mit der für unsere Branche zuständigen Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) zusammen und vertreten die Interessen der Papier-Arbeitgeber in ihren Gremien.

Wir fördern die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung gemeinsam mit den verschiedenen Bildungseinrichtungen für unsere Branche – hierbei insbesondere mit der Papiermacherschule Gernsbach – Schulzentrum Papiertechnik, dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gewerbe und Technik „Johann Friedrich Pierer“ in Altenburg und der Bildungsakademie Papier im FÖP sowie mit den Hochschulen in Darmstadt, Dresden, ​​​​​​​Karlsruhe und München. Über einen eigenen Fonds für Lehre und Nachwuchs (LENA-Fonds) unterstützen wir wichtige Investitionsvorhaben an diesen Bildungsorten und schaffen damit optimale Lernbedingungen insbesondere für Auszubildende und Studierende. Wir präsentieren unsere Branche auf Ausbildungs- sowie Hochschulmessen und vergeben unter anderem auch Stipendien für herausragende Studienleistungen an den Hochschulen in Dresden, Darmstadt und München.

Abgerundet wird unser Leistungspaket durch unsere arbeitswissenschaftliche Abteilung in München. Zu unserem Dienstleistungsangebot für die Mitgliedsunternehmen unserer Landesarbeitgeberverbände gehören hierbei insbesondere alle Fragen der Schicht- und Prämiengestaltung.